Buycycle – ein Marktplatz revolutioniert den Fahrradhandel

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Gesucht und gefunden: Mit Checkout.com stellt ein junges Start-up für den Handel mit gebrauchten Rennrädern jetzt alle Zeichen auf Wachstum.

In einem Punkt ähneln sich Geschichten besonders erfolgreicher Start-ups: Die Inspiration für die Gründungsidee stammt oft direkt aus dem Alltag. So auch bei Buycycle: Zwar gibt es den neuen Marktplatz für den privaten Handel mit gebrauchten Gravel Bikes und Rennrädern erst seit gut einem Jahr, aber die Zuwachsraten sind schon jetzt enorm. Auf die Idee, eine Online-Börse zu gründen, die alles ein wenig anders macht als herkömmliche Verkaufsplattformen in diesem Bereich, brachte das Gründertrio – bestehend aus Jonas Jäger, Florian Senoner und Theodor Golditchuk – die privat erwachte Leidenschaft für den Fahrradsport. Die erfolglose Suche nach gebrauchten Profi-Rädern, die ihr Geld wirklich wert sind, führte schnell zu der Erkenntnis, dass der Fahrradmarkt reif für eine Professionalisierung war. Mit der in die Pandemiezeit fallenden rasant steigenden Nachfrage nach Fahrrädern, die auf eine ebenfalls Pandemie-bedingte ins Stocken gekommene Lieferkette traf, bot sich das perfekte Momentum für den Markteintritt. Danach überließen die Gründer allerdings nichts mehr dem Zufall – und der seit dem Start kontinuierlich wachsende Erfolg zeigt, dass das smarte Konzept eine echte Marktlücke bedient. Mit Checkout.com als neuem Partner für die Zahlungsabwicklung läutet Buycycle jetzt den nächsten Wachstumsschritt ein, um seine Payment-Prozesse für den internationalen Markt und für die kommende Skalierung optimal aufzustellen.

Fahrradkauf ohne Stress: Beratung, Service und Preistransparenz

„Ein Nachteil üblicher Börsen ist es, dass viele Anbieter gebrauchter Fahrräder selbst kaum fundierte Informationen zu ihren Modellen haben. Auch auf Käuferseite gibt es nur wenige, die sich wirklich auskennen. Die traditionelle Barzahlung stellt ein weiteres Risiko dar, denn ein geregeltes Rückgaberecht gibt es nicht – selbst wenn sich nach dem Kauf herausstellt, dass etwas nicht ganz so ist wie versprochen“ so Jonas Jäger.  Um den Kauf gebrauchter Fahrräder stressfreier und vor allem sicherer zu machen, entwickelte Buycycle sein innovatives Marktplatzmodell mit individueller Beratung, persönlichem Service und einen rundum abgesicherten Kaufprozess inklusive Rückgaberecht. Jonas Jäger, der Gründer, der sich um den Bereich Produkte und Technologie kümmert, ist überzeugt: „Durch KI-gestützte Analysen wissen wir genau, welche Transaktionen zu welchem Preis stattfinden. So können wir einen realistischen Marktwert schon ermitteln, noch bevor die Verkäufer selbst wissen, wieviel ihr Fahrrad wert ist.“ Auch Mitgründer Theo Golditchuk, Marketing- und Sales-Experte bei Buycycle, weiß um die Besonderheit dieses Alleinstellungsmerkmals: „Vor uns hat sich noch niemand wirklich damit beschäftigt, wie die Preisgestaltung im gebrauchten Fahrradmarkt funktioniert. Durch unseren Algorithmus können wir die Preise im Sinne eines für beide Seiten fairen Verkaufs beeinflussen und bieten eine Preistransparenz, die es bei solchen Verkäufen sonst einfach nicht gibt.“

Kernstück des Managed Marketplace: Datenbank und Preis-Vorschlags-Algorithmus

Kernstück des Managed Marktplatz ist die selbstentwickelte Datenbank, die mittlerweile zur weltweit größten Katalogisierung von Fahrradmodellen und zugehörigen Komponenten angewachsen ist. Geben Verkäufer ihr Modell in die Datenbankmaske ein, berechnet das System über den Preis-Vorschlags-Algorithmus sofort einen realistischen Marktwert, zu dem sich das Rad am wahrscheinlich schnellsten verkaufen lässt. Die Datenbank lässt sich zudem strukturiert nach gewünschten Komponenten, Einsatzbereichen oder spezifischen Materialien durchsuchen. Wird eine noch persönlichere Unterstützung gesucht, können sich Käufer vom Buycycle-Team auch telefonisch beraten lassen oder den Verpackungs- und Lieferservice dazubuchen.

Sicheres Bezahlen im Internet – vor allem eine Vertrauensfrage

„Der Kauf mit Bargeld steht gerade in Deutschland noch immer hoch im Kurs“, erzählt Golditchuk und führt fort: „Über die letzten 20 Jahren haben Verbraucher verinnerlicht, dass bei Gebrauchtwarenkäufen das Aushändigen von Bargeld bei Abholung der Ware die gefühlt einzige sichere Bezahlmethode ist, selbst wenn man dafür erst hunderte Kilometer durchs Land fahren muss. Mit Buycycle wollen wir diese Haltung aufbrechen und vermitteln: Es gibt heute wirklich sehr sichere Online-Bezahlmethoden.“ Buycycle nutzt ein treuhänderisches Zahlungsmodell, bei dem das eingezahlte Geld erst dann an den Verkäufer weitergeleitet wird, wenn die Ware korrekt und in ordnungsgemäßen Zustand beim Käufer nachweislich angekommen ist. Jäger ergänzt: „Aus unserer Sicht ist eine solche treuhänderische Verwaltung über ein Anderkonto ein zuverlässiges Verfahren, das Transparenz und Vertrauen schafft. Bei herkömmlichen Börsen passiert der Geldtransfer unmittelbar – und das Geld ist auch dann erst einmal weg, wenn etwas schiefläuft.“

Fehlender Support und hohe Kosten

Von Anfang an setzte Buycycle schon auf einen internationalen Payment-Provider doch schnell häuften sich die Probleme, wie Jäger erläutert: „Im Vergleich sind wir aktuell natürlich noch ein eher kleinerer Kunde. Das haben wir dann schnell zu Spüren bekommen. So gab es bei unserem ersten Payment-Partner keinen dedizierten Account Manager, der uns in Notfällen direkt unterstützt hätte. Teilweise waren unsere Gelder eine ganze Woche eingefroren, so dass wir keine Transaktionen durchführen konnten, obwohl unser Konto gefüllt war. Der internationale Support war nicht erreichbar und meldete sich auch nicht zurück.“ Und es gab weitere Herausforderungen: Die sehr hohen Kommissionskosten für die Zahlungsabwicklung im Rahmen der Pauschalabrechnung über das Blended Fee Modell – für die Gründer nicht wirklich nachvollziehbar. Zudem mussten Kostenaufschläge bezahlt werden, da Buycycle nicht auf bestehenden Standard-Shop-Systemen aufbaut, sondern eine komplett eigenentwickelte Plattform ist.

Checkout.com bietet Marktplatzlösung

Zu diesem Zeitpunkt musste das Gründerteam daher nicht groß überzeugt werden, sich die Payment-Lösung von Checkout.com näher anzusehen. Ein wichtiges erstes Signal war das deutschsprachige Account-Team, das Buycycle an die Seite gestellt wurde, so Jäger: „Das Vertrauen hat sofort gestimmt und wir hatten gleich das Gefühl einen Partner an unserer Seite zu haben, der unsere Skalierung in weitere Länder problemlos mittragen kann – ohne zusätzlichen Aufwand auf unserer Seite. Wir fühlen uns heute in allen Payment-Fragen wirklich sehr gut betreut.“ Golditchuk pflichtet bei: „Checkout.com ist nach wie vor von unserem Geschäftsmodell begeistert und hat von Anfang an gezeigt, dass sie auf Payment-Ebene alles bieten können, was wir für unser geplantes Wachstum brauchen. Die große Vielfalt an internationalen Zahlungsmöglichkeiten, die mit Checkout.com möglich sind, war in dieser Hinsicht deshalb auch einer der wichtigsten Entscheidungsfaktoren für uns.“

Mit seinem Partner Payaut stellt Checkout.com eine umfassende Marktplatzlösung bereit. Um den Markplatz gegen alle Formen von Betrugs- und Geldwäscheversuchen zu schützen, verwaltet Payaut die Identifikation und Verifizierung auf Verkäufer-/Käuferseite. Auch das Kostenmodell stimmt wieder für das Gründertrio: Checkout.com setzt auf das wesentlich preistransparentere Interchange Plus Plus (IC++) Modell. Hierbei werden Transaktionen einzeln abgerechnet und es gibt keine versteckten oder zusätzlichen Kosten. Die Transaktionsfehlerrate bewegt sich konstant auf einem niedrigen Niveau von nur 0,1 bis 0,2. Beim früheren Payment-Provider gab es teilweise erhebliche Probleme bei Zahlungen über ein bestimmtes Bankinstitut, seit dem Wechsel zu Checkout.com gehören diese der Vergangenheit an.

Die Möglichkeit, in den verschiedensten Ländern alle üblichen lokalen Zahlungsmethoden ohne Zusatzaufwand oder Mehrkosten anbieten zu können, wird in der gerade beginnenden zweiten extensiven Wachstumsphase für Buycycle eine immer größere Bedeutung haben – dazu Jäger: „Aktuell zahlen die meisten unserer Kunden in Deutschland mit Paypal und auf Platz zwei folgen Kreditkartenzahlungen, die auch von unseren europäischen Kunden bisher noch bevorzugt werden. Aber je größer wir in den einzelnen Ländern werden, wird sich hier mit Sicherheit ziemlich viel verändern. Wir denken auch schon an die immer populärer werdenden Kryptowährungen und sind da sehr offen. Checkout.com arbeitet ja schon jetzt mit sehr vielen Kryptobörsen zusammen – also sollten Kryptozahlungen eines Tages rechtlich unbedenklich sein, sind wir wohl die ersten, die auch Kryptozahlungen akzeptieren werden.“

Exzellente Bewertungen und eine klare Vision

Für Buycycle hat die Zukunft längst begonnen und die Meilensteine häufen sich: Seit der Gründung vor über einem Jahr schnellte das Transaktionsvolumen um fast 900 Prozent nach oben, Tendenz aufwärts. Im Januar wurde gerade eine erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen mit Investoren, die wertvolle Markplatz-Expertise mitbringen und das Team aktiv beim weiteren internationalen Wachstum unterstützen. Der Ausbau neuer Segmente über das Renn- und Gravelräder-Sortiment hinaus läuft ebenfalls weiter und für den neuen Ankauf- und Refurbishment-Service wird der Marktplatz künftig auch eine eigene Werkstatt betrieben. Ebenfalls schon in Planung ist ein automatischer Buyers Guide, der potenzielle Käufer mit drei bis vier wichtigen Leitfragen durch Kaufprozess zu einer Modellauswahl führt, die perfekt zu ihren Bedürfnissen passen. Das übergeordnete Ziel bleibt allerdings das schnelle Wachstum, wie Golditchuk bestätigt: „Das Schöne daran ist, dass wir im Prinzip der einzige komplett markenunabhängige Marktplatz für Fahrräder sind. Auch unser neues Refurbishment-Angebot ist bereits jetzt so geplant, dass wir vom Lasten-Fahrrad über Rennräder bis hin zum E-Bike in Zukunft alles reparieren können.“ Mitgründer Jäger schließt ab: „Unser Ziel ist die internationale Positionierung als einer der führenden Marktplätze Europas. Wir wollen das Ebay Kleinanzeigen im internationalen Fahrradmarkt werden.“

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